Zuhören

Zu hören gibt es Vieles. Noch mehr Ratschläge gibt es für das ‚richtige Zuhören‘. Wie immer fängt man damit bei sich selber an. Hast Du schon einmal ein paar Stunden in Stille verbracht und der Flut Deiner Gedanken gelauscht? Wortfetzen, Unzusammenhängendes, Kommentare zu Personen und Erlebtem, Selbstzweifel, Selbstverliebtes und so weiter.

Die erste Übung ist hier das Dranbleiben. Lass es Plaudern. Schieb keine Bewertungen rein. Es darf Plaudern und Blubbern. Im ‚Normalfall‘ hopst da der ‚wilde Affe‘ herum, der sich weder an Grammatik noch an Konventionen hält und das ist gut so. Man lernt sich besser kennen. Kein Mensch hat nur positive Gedanken. Aber viele Menschen rutschen von einer Negativität in die nächste.

Das verlockende an dem Sprudel der Worte ist die Illusion, dass alles wahr ist. Es ist aber nur wirklich. Es wirkt und verstellt Einem den Blick auf die Welt, weil sich ein Weltbild festgezurrt hat, das man ruhig einmal überprüfen kann. Die Gedanken lassen einen Blick auf den eigenen Charakter zu. Das Gros der Gefühle drückt sich hier in Aussagen zur Welt und zum Selbst aus. Sind die Gedanken eher negativ, sind die eigenen Gefühle auch eher negativ. Das trübt die Lebensfreude. Ohne, dass man es wirklich erkennt, weil man ja von der Wahrheit des ‚wilden Affen‘ ausgeht. Gib Dir ne Chance, mal was anderes zu erleben.

Wie geht das? Gibt den verschiedenen Gedanken ein ‚Etikett‘. Z.B. ‚Frust über den Partner‘, ‚Selbstanklagen‘, ‚Schimpfen‘, ‚Wünsche‘, usw. Du wirst relativ zügig erkennen, welche Gedanken in der Mehrzahl sind. Nimm eines dieser Etiketten und formuliere es ins Gegenteil um, zu etwas Positivem, das sich auch ins Tun übertragen lässt. Z.B. ‚Frust über den Partner‘ wird zu ‚was gefällt mir an meinem Partner‘. Wenn Dein Partner z.B. sehr gesellig ist, dann lass Dir eine Aktion, die zu dieser guten Eigenschaft passt, einfallen, wie z.B. ‚wir unternehmen diese Woche etwas mit Anderen zusammen und ich organisiere das Treffen‘. Wichtig ist, dass man die Aktion dann umsetzt. So wird der Erlebnisraum größer und die Gefühle haben die Gelegenheit neue Erfahrungen kennenzulernen.

Dasselbe kannst Du mit ‚Selbstzweifel‘ tun. Nimm einen der am häufigsten auftauchenden Selbstzweifel, z.B. ‚ich bin blöd‘ und formuliere ihn um in ‚ich bin originell‘. Und das schreibst Du Dir auf einen Spickzettel, auf den Du immer mal schauen kannst, dass Du die gute Eigenschaft nicht so schnell vergißt. Du kannst nun originelle Ideen ausbrüten oder originelle Dinge tun, die Du sonst nicht tust. Vielleicht gehst Du einfach mal ‚shoppen spielen‘ und ziehst in einem Bekleidungsgeschäft Textilien an, die Du nie kaufen würdest, um ein völlig anderes Bild von Dir zu sehen. Dabei wird klar, dass Du auch ganz anders sein könntest, wenn Du es wolltest. Die Gedanken ändern ihre Richtung und Du siehst wie relativ sie sind. Eben relative Wahrheit über Dich und die Welt.

Gerade bei negativen Gedanken besteht die Gefahr, dass sie sich ein- für allemal durchsetzen, Deine Welt einschränken und im schlimmsten Falle vergiften. Die Energie, die in Negativem steckt ist stark und setzt sich gerne durch. Deshalb sprechen wir auch über soviel Negatives. Und öden damit die Umwelt an. Schade. Noch schlimmer ist es, wenn wir nur Freunde haben, die genauso sind. Dann drehen wir uns in einem Schrumpfuniversum und glauben, das verdrossene Leben, das wir führen, wäre alles was es gibt.

Lass es nicht zu, Jede/r hat das Recht auf ein kleines bißchen Glück und Jede/r möchte glücklich sein. Hör Dir zu und mach was draus!

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