Rolling Mops – Roll den Mops in Dir!

Einer der entscheidenden Meilensteine im Leben eines Menschen ist die Fertigkeit, sich mit dem ganzen Körper herum rollen zu können. Die qualitative Ausgestaltung der eigenen Gehirnwindungen in Punkto Dreidimensionalität legt zu einem Zeitpunkt im eigenen Leben Geschwindigkeit zu, an dem wir überwiegend noch krabbelnd, lallend und sabbernd unterwegs sind.

Vom Rücken auf den Bauch und wieder zurück. Beine und Arme einmal anziehen und dann wieder lang strecken. Mensch, sapperlott, kann Bewegung angenehm sein! Sport im Liegen! Sich um die eigene Achse drehen hat was Universales. Einmal hin, einmal her, rundherum, das ist nicht schwer, singt schon ein alter Kinderreim. Wenn man erst einmal merkt, dass es links wie rechts herum funktioniert, wird das Ganze komplett. Ein rundes Körpergefühl stellt sich ein. Die Muskeln, die man zum Sitzen benötigt werden ganz nebenbei trainiert. Schwupps, über die Seite rollen und hoch. Das ist die beste Art für den Rücken, um komfortabel auf die unteren Backen und damit gemütlich ins Sitzen zu kommen.

Einen Rolling Mops hält so schnell nichts auf. Den ganzen Leib auf eine Seite gerollt, wird eine Hälfte des Körpers, die obere oder untere, auf die Gegenseite gewrungen. Die chinesische Medizin lebt von diesen Antagonismen. Wirbel, Muskeln, Sehnen gehen in ihren höchstmöglichen Beweglichkeitsradius, werden und bleiben geschmeidig. Aber auch auf dem Rücken liegend, gibt es noch einiges, was ein gemeinhin eher behäbiger Mops machen kann. Schnapp, die Knie der angewinkelten Beine fassen und in der Länge auf und ab kugeln. Das massiert das Rückgrat. Kondition besteht schließlich neben der reinen Steigerung der Durchhaltefähigkeit auch aus Faktoren wie Erhalten der Geschmeidigkeit und Anregen des Herz-Kreislauf-Systems. Letztere beide dienen der Nachhaltigkeit in diesem Aktionsplan und sind die Königsdiziplin, wenn Mopssport ein Mordsspaß werden soll.

Das ist das Schöne, wenn man sich besinnt, und den Mops (in sich) beim Namen nimmt. Ein Mops steht zu seiner Klopsnatur. Er macht ein mürrisches Gesicht und noch mürrischere Geräusche, wenn man ihm ernsthaft dumm kommt und ihn zu etwas zwingen will, was er nicht leiden mag. Mops-Sein und Spaß-Haben sind ein und dasselbe. Auch beim Herumrollen und Herumtollen. Aber natürlich erst Recht, wenn der Rolling Mops wieder zur Ruhe kommt und seiner natürlichen Bestimmung zugeführt wird. Dann wird er zur Couchkartoffel und gesellt sich zu seinem besten Freund, dem Schweinehund, hinzu. Und jeder, der die Weisheit des Mops schon intus hat, weiß, was jetzt zu tun ist!