Und die Zeit rast

Klar, den Effekt kennen wir alle, die ‚to do‘ Liste für den Tag war voll und die 24 Stunden nicht lange genug, um alles zu schaffen. Mal Hand auf’s Herz. Muss das alles heute gemacht werden? Es ist zwar leicht, die drängenden Aufgaben anzugehen, aber es ist nicht einfach zu entscheiden, was weniger und gar nicht wichtig ist.

‚To do‘ Listen haben einen interessanten Nebeneffekt. Wenn man erstmal am wirbeln und machen ist, sieht man nur noch die vielen Aufgaben, die erledigt werden wollen und wer hakt schon nicht gerne am Abend alles ab und wirft die Liste insgesamt weg….. Wer dieses Arbeitsprinzip verfolgt, hat am nächsten Tag wieder eine Liste. So rast man von einem Punkt zum nächsten. Es verschafft einem zwar Erfolgserlebnisse ‚etwas geschafft‘ zu haben, die Frage sollte allerdings auch einmal sein: „Brauche ich das alles zu erledigen, um mich gut zu fühlen?“ Vor allem, muss es es gleich die ganze Liste für einen Tag sein?

Wir brauchen hier ein Sicherheitsventil, dass uns hilft, den Rand nicht zu verlieren. Heutzutage sagt man ‚ein Ziel haben‘ dazu. Also, versuch es damit: nimm Dir höchstens 5 Dinge vor, die Du erledigen wirst. Mehr nicht. Wenn Du das gut schaffst, geh auf höchstens 3 Punkte herunter. Das reicht auch. Hier handelt es sich wahrscheinlich um die eh unwichtigen Dinge. Einfach umsetzen. Viel schwieriger ist, sich zu mobilisieren, wenn einem überhaupt nichts einfällt. Nicht kann man nicht reduzieren, man kann es höchstens akzeptieren. Es ist okay, wenn man keine ‚to do‘ Liste und keine Ideen hat.

Eine gute Sache wäre auch, der ‚to do‘ Liste eine ‚will ich‘ Liste zuzufügen. Pflichten mit Belohnungen kombinieren. Das macht doch viel mehr Spaß. Die Fortgeschrittenen-Übung ist dann, zuerst mit den Belohnungen anzufangen, um dann die Pflichten mit Freude zu erledigen. Alles andere ist eigentlich Selbstbestrafung, wenn man es genau betrachtet.

Wir sind nicht hier, um zu müssen, sondern um zu machen und zu ruhen.

Ab heute: „Ich will!“, nicht „Ich muss!“. Zeit gestalten und nicht erleiden.

2 Gedanken zu “Und die Zeit rast”

  1. Susa sagte:

    danke! Das passt mal wieder optimal zu meinem Tag! :))

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  2. Dankeschön für den netten Kommentar!!

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