SPAnn aus!

Ein SPA ist ein Ort für Körper und Geist. Zuhause finden wir es selbstverständlich ein Badezimmer zu haben, an dem unser Körper gereinigt wird. Hilfreich ist auch ein persönlicher Platz, an dem wir uns sammeln und zur Besinnung kommen. So schön das Sofa sein kann, der SPA für den Geist sollte ein separates eigenes Plätzchen sein und Platz ist bekanntlich in der kleinsten Hütte.

Die Masterversion ist ein vollständiger Schrein, wie man ihn aus Tempeln oder Kirchen kennt. Mit Kerzen und allerlei sonstigem Bedeutsamem. Es kann auch ein Meditationskissen sein oder eine Matte, auf der man sich bequem lang strecken kann.

Der typische und am längsten bewährte Ort, an dem man Ruhe und Reinigung findet ist das ‚stille Örtchen‘. Kein Witz. Warum nicht dort anfangen, wo einst auch der Kaiser zu Fuß hinging und sich dort klar werden, dass loslassen und frei werden eine angenehme Sache sein kann. Erleichtert kehrt man dann wieder zu den alltäglichen Dingen zurück. Wahre Meister des Zeitmanagements lesen dort in Ruhe und kehren ihren Verpflichtungen für eine Weile den Rücken. Das Nützliche mit dem Notwendigen verbinden. Mit Sicherheit Diejenigen, denen Verdauungsprobleme fremd sind. Ich persönlich kenne diesen Ort als ein typisches Refugium der Männer, die schon immer sehr viel selbstbewusster Freiräume für sich beanspruchen, als wir Frauen dies tun. Diesselben kulturellen Verankerungen finden sich für den Club, den Hobbyraum und die Sportschau, die heilig sind und als störungsfreie Zone beansprucht werden, wo man seinen Interessen nachgeht und seinen Ideen nachhängt. Sogar die Werbung spiegelte dieses Selbstverständnis mit der Aussage – für eine Zigarettenmarke – wieder, „Heute mache ich mal was ich will. Nichts.“ Wobei Nichts-Tun hierbei die Muse des persönlichen Freiraums ist, die Seele baumeln zu lassen.

Aber zurück zum SPA für den Geist, die Seele, die Psyche oder wie auch immer man es heißen mag. Der Effekt eines festen und besonderen Ortes ist die Erinnerungsfunktion. Man sieht diesen Platz jeden Tag. Insofern reicht es schon aus, einen solchen zu haben, um sich an das Recht auf eigene Rekreation und Sich-Selbst-Sein zu erinnern. Noch besser wäre, sich tatsächlich Zeit für ein paar Minuten heilsame Rückbesinnung zu nehmen und sich auf etwas zu konzentrieren. Deshalb ist es eine sinnvolle Einrichtung, dort sitzen oder liegen und auch die Tür schließen zu können. Haustier- oder ‚Familienbesitzer’ wissen warum. Hunde, Katzen und kleine Kinder lieben es, ihren Rückzug durch Kuschelangriffe zu vereiteln, wobei Partner zumeist ganz froh sind, wenn sie mal ein paar Minütchen ihre Ruhe haben.

Zum Ruheort und der kleinen Auszeit gehört bestenfalls eine gedankliche Routine, die nicht besonders ausgefeilt sein muss und einfach zu gestalten ist. Am besten man schiebt das ganze lästige Gedankenkarussel kurz weg und konzentriert sich auf etwas, das einen in der Selbstpflege unterstützt. Ganz besonders geeignet sind kurze Sätze, die man sich immer wieder aufsagt, wie z.B. „Ich habe alle Zeit dieser Welt“ oder „Ich bin entspannt und fühle mich wohl“. Es kann auch ein Gebet sein oder ein Herzenswunsch, der im Alltag immer vergessen wird. Wenn man zudem gerne für Andere etwas Gutes tun möchte und nicht nur für sich selbst, kann eine Selbstaffirmation aus einer geleiteten Meditation hilfreich sein, z.B. „Ich und alle Wesen mögen frei und glücklich sein.“ Man kann zudem eine Kurzreise daraus machen und sich an einen schönen Ort denken. Einen Wohlfühlort.

Die meisten Menschen lieben den Strand und das Meer. In der Hypnosetherapie wird aktiv damit gearbeitet und alle Sinne werden einbezogen. Bei dem Ausflug, wo man das Meer und den Strand sieht, kann man dann die Wellen rauschen hören, den salzigen Geschmack riechen und schmecken und die sonnige Wärme fühlen. Nicht Wenige haben einen inneren ‚Begleiter‘, den man hier trifft. Eine Person, ein Tier oder einen ‚magischen‘ Gegenstand. Einen vertrauten Mentor, der einem Selbstsicherheit und Geborgenheit vermittelt. Innere Ressourcen, die man mobilisiert und die sich auf das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit positiv auswirken.

Nimm Dir Zeit, SPAnn aus. Und komm dann gestärkt und guter Dinge wieder zurück.

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